Samstag, Mai 16, 2009

Joy Denalane, Jazz Jamaica ft. Hugh Masekela am 14.5.2009 im Haus der Kulturen der Welt Berlin

Am Donnerstag bin ich schön in der Abendsonne zum Haus der Kulturen der Welt, von den Berlinern auch Klappstulle genannt, geradelt. Keine halbe Stunde, über den Alex, durchs Brandenburger Tor, den Reichstag links liegen gelassen.

Zum Auftakt der neuen Reihe "Lebenslinien" las Hugh Masekela erstmal aus seiner Autobiografie. Einfach den Anfang, so lange die Zeit reichte. Fand ich extrem unglücklich - man hätte einen Moderator hinsetzen sollen, der mit ihm redet. Masekela kann toll erzählen.







Dann Konzert mit Joy Delanane, der deutschen Neo-Soul-Lady aus Berlin mit südafrikanischen Vorfahren väterlicherseits. Ihr Vater sei ein Schulkamerad von Masekela gewesen. Ich mochte sie noch nie; und fand auch live, dass sie eine aufgesetzte, egozentrische Zicke ist. Aber vielleicht tue ich ihr unrecht und es liegt nur am unterschiedlichen Milieu. Musikalisch natürlich lupenrein. Ich würde allerdings Deutsche *nie* zum Mitklatschen auffordern. Davor sei sie auch gewarnt worden - sie vertraue aber ihrer Stadt Berlin, dass man hier die "Soul Claps" auch im richtigen Rhytmus hinkriege. Sie sang inbrünstig Geschichten von Beziehungen, in denen der Typ "real" zu ihr sein soll, dass nach dem dritten Mal betrügen endgültig Schluss ist etc. Ein Lied über ihr Aufwachsen als Afrodeutsche widmete sie ihren Kindern. Masekela kam für einen Song auf die Bühne, kam aber gar nicht Recht zum Zuge, weil sie ihm keinen Raum ließ. Fand ich peinlich.




Dann endlich my Cup of Tea - Jazz Jamaica. Super Musiker, super Groove. Sie luden dann Masekela auf die Bühne, um mit ihm gemeinsam als verspätetes Geburtstagsständchen "Grazing in the Grass" zu spielen. Bandchef Gary Cosby erzählte zu jedem Song Hintergrundgeschichten. Leider manchmal etwas schwierig für ein nicht muttersprachliches Publikum mit anderem kulturellen Hintergrund. Die Leute haben auch eher verhalten bis irritiert darauf reagiert. Hugh Masekelas Musik sei jedenfalls neben Bob Marley und noch jemandem, den ich vergessen habe, Anfang der 70er der Soundtrack seiner Teenagerzeit gewesen. Dann habe er Masekela vor fünf Jahren bei einer Veranstaltung kennengelernt. "Probably he hatet the versions of his songs that we did." Aber er habe sich wohl daran gewöhnt - denn seither hat man öfter gemeinsam auf der Bühne gestanden. Hier Grazing in the Grass live aus dem Haus der Kulturen der Welt:

Link: Hugh masekela jazz jamaica

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